Hast du bei der Vorbereitung auf deine Existenzgründung bereits einen Businessplan geschrieben? Oder hast du dich vielleicht drumherum gedrückt? Nach dem Motto: Ich gründe ja erst einmal nebenberuflich, da brauche ich so etwas nicht? Oder: Mir ist klar, was ich machen will, und einen finanziellen Einsatz benötige ich nicht?
Chance Businessplan
Von einem Fehler möchte ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen. Aber ein Businessplan ist eine Chance. Zum einen muss ich da als Schreibberaterin sagen, dass schon allein das schriftliche Festhalten Potenzial hat. Denn beim Aufschreiben werden mir schon so manche Ungereimtheiten selbst bewusst und ich kann sie schnell abstellen. Sie setzen sich nicht erst falsch in meinem Kopf fest, sondern ich kann frühzeitig Korrekturen vornehmen. Zum anderen ist ein Businessplan ein Begleiter, der dir nicht nur in der Gründungsphase Orientierung bietet, sondern auch im weiteren Verlauf der Selbstständigkeit. Denn im Laufe der Selbstständigkeit ändern sich wahrscheinlich auch die Geschäftsinhalte. Hast du nun bereits bei der Gründung einen Businessplan geschrieben, kannst du ihn jetzt überarbeiten. Und wenn du noch keinen Businessplan geschrieben hast, dann ist es jetzt eine gute Gelegenheit die Neuausrichtung strategisch anzugehen.
Ein Businessplan ist Arbeit – ihn nicht zu schreiben, ist noch mehr Arbeit
Wenn du schon einmal einen Businessplan geschrieben hast, wirst du gemerkt haben, dass sich ein Businessplan nicht in fünf Minuten schreiben lässt. Es ist auch nicht nur das Schreiben, was Zeit kostet, sondern auch die Recherche, die damit verbunden ist. Wenn du einmal alle Punkte des Businessplans durchgearbeitet hast und wieder vorne anfängst, stellst du vielleicht fest, dass du am Anfang noch andere Dinge im Kopf hattest. Doch das ist genau deine eigene Entwicklung, die du durchmachst. Statt zu sehr in die Breite zu gehen, fokussierst du nun auf einen Punkt. Du hast jetzt die Gelegenheit deinen Fokus so zu setzen, wie du ihn haben willst. Hättest du den Businessplan nicht geschrieben, so wäre aus dem Fokus ein Weitwinkel geworden. Dem Bauchladen wäre Tür und Tor geöffnet worden und deine Kunden und Kundinnen wüssten nicht wofür du stehst und wie du ihnen helfen kannst.
Mach’s doch einfach
Statt jetzt weiter rumzudenken, Für und Wider abzuwiegen und am Ende wieder so dazustehen wie am Anfang: Mach’s doch einfach! Leg los. Vorlagen für Businesspläne gibt es im Internet. Oder du schreibst mir einfach eine Nachricht, dann schicke ich dir eine Version zu. Und dann gehst du Frage für Frage durch. Du brauchst auch nicht weiter darüber nachzudenken, ob das gut ist, was du geschrieben hast. Hauptsache du verstehst, was du geschrieben hast.
Den Businessplan schreibst du, in dieser Phase, für dich! Doch um dir die ganze Wahrheit zu sagen: Den Businessplan schreibst du immer und in jeder Phase für dich. Er hat die Funktion, dass du deine Idee stichhaltig darlegst. Dann bist nicht nur du für die weiteren Herausforderungen gut aufgestellt, sondern wirkst auch für andere überzeugend.